share

Hamburg, Deutschland (2021) | Container- projekt

Marquard & Bahls unterstützt Winterquartier für obdachlose Frauen

Das Leben auf der Straße ist gerade für Frauen besonders schwierig und es gibt nur wenige geeignete Angebote in der Stadt. Der Caritasverband bietet in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg ein spezielles Containerprojekt an. Zehn obdachlose Frauen können dort einen kleinen Container bewohnen und erhalten gleichzeitig Beratung und Unterstützung durch Studierende der Hochschule.

Im Winter 1993 wurde das Containerprojekt als Kooperation der HAW und der Ambulanten Hilfe Hamburg ins Leben gerufen. So bieten mittlerweile zehn Wohncontainer am Campus Berliner Tor jedes Jahr zwischen November und April Platz für obdachlose Frauen.

25% der Obdachlosen in Hamburg sind Frauen, deren Lebenslage durch Armut und langjährige Ausgrenzung aus der gesellschaftlichen Gemeinschaft gekennzeichnet ist. Nur ein geringer Teil der Frauen lebt offen wohnungslos bzw. sichtbar auf der Straße. Viel öfter begeben sich Frauen aus ihrer Notsituation heraus in prekäre Unterkunftssituationen und Zwangsgemeinschaften, wobei sie nicht selten Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Dadurch, dass diese Frauen psychisch oft so stark belastet sind, können sie sich meist nicht mehr auf Mehrbettzimmer in vorhandenen Notunterkünften einlassen. Deshalb bietet das Containerprojekt der HAW jeder Frau einen eigenen kleinen Raum, ausgestattet mit Bett, Schrank, Tisch und Stuhl – einen Ort, an dem sie einfach nur sein und sich beschützt fühlen können. Zusätzlich sind ein Sanitär- sowie ein Bürocontainer vorhanden, in dem ihnen Kaffee, Snacks und andere nützliche Dinge für ihr Leben in den Wohncontainern zur Verfügung gestellt werden. Dabei werden sie von Studierenden der sozialen Arbeit unterstützt und beraten, z.B. beim Gang zu Behörden und Beratungsstellen. Zudem wird großer Wert darauf gelegt den Vereinsamungstendenzen der Frauen entgegenzuwirken, ihnen zuzuhören und Aufmerksamkeit zu schenken. Auch gemeinsame Mahlzeiten oder Ausflüge als Gruppe sind Teil des Projekts. In den letzten Jahren wurde dieses Angebot von rund 20 Frauen jährlich genutzt und hat ihnen so in den kalten Monaten Schutz geboten gegen Diskriminierung und Gewalt.

Um das Projekt auch weiterhin fortführen zu können, ist es auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns, mit einer Spende von 1.500 Euro einen Beitrag zur Sicherung dieses wertvollen Projektes leisten zu können.

Infos der Caritas