Dezember 1972

25 Jahre Marquard & Bahls

Wir begehen 1972 unser 25-jähriges Firmenjubiläum. Ein Blick auf unsere Erfolge kann alle Beteiligten – Theodor Weisser als „Zugmaschine“, alle Mitarbeiter und Gesellschafter – mit Stolz erfüllen. Aus dem bescheidenen Schmierölhändler von 1947 ist inzwischen einer der führenden deutschen unabhängigen Mineralölhändler geworden. Mabanaft ist im deutschen Importgeschäft der Unabhängigen führend. Damit leisten wir auch einen erheblichen Beitrag zur Preisstabilität und sind eine wichtige Stütze in der Versorgung der unabhängigen Verteilerorganisationen.Auch international gehört Mabanaft zu den führenden und innovativsten unabhängigen Ölhandelsorganisationen. Mabanaft ist einer der Pioniere des Benzin-Blendgeschäftes im ARA-Raum und mit verantwortlich dafür, dass der Rotterdamer Spotmarkt geschaffen wird. Unsere Versorgungssicherheit stützt sich auf Produktenverträge mit Russland und Kuwait. Daneben bestehen Rohöllieferungsverträge mit Sojuznefteexport und US-Partnern mit nachgeschalteten Lohnverarbeitungsverträgen in Italien, Dänemark sowie im ARA-Raum.Marquard & Bahls stützt sich aber nicht mehr allein auf das Handelsgeschäft von Mabanaft: Der bisherige Tanklagerbereich der Mabanaft/Petronord wird in eine eigene Firma überführt. Auch werden die Tankstellen und Flussschiffe mit gleicher Zielsetzung in eigenständige Firmen überführt. Für die Zukunft ist das Unternehmen also gut gerüstet. Mit Herrn Hans Weisser ist die Nachfolge in der Firmenleitung gesichert. Mit der neuen Organisation des Unternehmens (seit 1969) kann die Firma in klaren Verantwortungsbereichen schnell und flexibel auf sich ändernde Verhältnisse reagieren.Tatsächlich lassen die Verhältnisse Veränderungen erkennen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist ins Stottern geraten und international ist eine Umschichtung der Machtverhältnisse erkennbar. Bereits 1968 haben die USA die anderen OECD-Länder gewarnt, nicht mehr in der Lage zu sein, den Swing-Lieferanten für Rohöl zu spielen. Andererseits wird das Argument der Ölproduzenten, Öl als Waffe zu benutzen, immer lauter. Die Firmengruppe ist bisher an ihren Herausforderungen gewachsen – und wir werden auch künftige Herausforderungen meistern, wenn wir wie bisher mit unserer Leistungsbereitschaft und Loyalität zu unserem Unternehmen stehen.